Staatliche Glücksspielchefin und der Suchtpreis

Staatliche Glücksspielchefin und der Suchtpreis
Staatliche Glücksspielchefin und der SuchtpreisGlücksspiel, egal ob staatlich oder privat, macht erstmal süchtig. In Deutschland soll es mittlerweile unter der staatlichen Monopolregie der vergangenen Jahre bis zu 500.000 Spielsüchtige geben. Eine wirklich traurige Zahl, wenn man das große Leid der Menschen samt ihren Familien und Angehörigen dahinter sieht. Paradox, in Baden-Würtenberg steht jetzt eine Frau an der Spitze des staatlichem Glücksspiel, welche mal einen Preis in Sachen Spielsucht erhalten hat und auch noch in hohen Tönen das Monopol des Staates in diesem Zusammenhang in den Himmel preist – (…) “Sie haben 2008 den Suchtpreis der Deutschen Gesellschaft für Suchtmedizin erhalten, wie passt dies zu Ihrer jetzigen Tätigkeit als Chefin von Toto-Lotto?”, so lautete die Eingangsfrage von Sascha Binder an Marion Caspers-Merk. Die Geschäftsführerin der Staatlichen Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg beschloss die Gesprächsreihe des SPD-Landtagsabgeordneten “Mit Frauen in Führung”. Die Spielsucht sei der wichtigste Grund für das Staatsmonopol beim Glücksspiel in Deutschland, so Caspers-Merk. Toto-Lotto berücksichtige den Jugendschutz, die Aufklärung und Prävention zur Spielsucht. Im Land gebe es zirka 15 Lotto-Millionäre pro Jahr. Gar nicht selten müssten Lotto-Gewinner, wie jüngst im Raum Geislingen, erst gesucht werden. Zum Kerngeschäft des staatlichen Glücksspiels gehörte von Anfang an die Förderung von Sport, Kultur und sozialem Engagement durch Lottoeinnahmen. Dieser Aspekt bringe der Toto-Lotto Gesellschaft die meiste Anerkennung in der Gesellschaft (…) [swp.de]